Ulrich Brand, Imperiale Politiken – Wer führt das Ganze an?
„Globalisierung“ ist kein Sachzwang, sondern ist ein Projekt zur Wiederherstellung der Vorherrschaft des Nordens und der Vermögensbesitzer, das seit den 1980ern an Dynamik gewann und zunehmend mit imperialen Politiken einher geht. Inwieweit ist dieses Projekt hegemoniefähig oder bleibt es fragmentiert? Ich gehe von einer aktuellen Legitimations- und Funktionskrise neoliberal-imperialer Politiken aus, die wiederum „post-neoliberale“ Agenden stärken. Wer treibt die voran und aus was bestehen sie? Was bedeutet das für emanzipatorische Politik?
Ulrich Brand, geb. 1967 in Konstanz, Studium Betriebswirtschaft, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Argentinien. Forschung und Lehre in Deutschland, Mexiko, Toronto, New Jersey, seit September 2007 Professur für Internationale Politik am Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Globalisierung, internationale Umweltpolitik, Nichtregierungsorganisationen, Schnittstellen Wissenschaft-Politik.
