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Patricia Grzonka, Universal Artist. Vom globalisierten Projektkünstlertum

Sonntag, September 21, 2008
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Was ist Motor der künstlerischen Produktion – zur Zeit?
Die Frage wäre völlig akademisch, gäbe es nicht ein erneutes Interesse an Formen des (politischen) Engagements in der Kunst. Was also treibt die Kunstproduktion, mithin den Künstler/die Künstlerin an?
Sind es die Reste des Glaubens an eine romantische Utopie, die Teilhabe an einer Distinktionsgewinn versprechenden Subkultur, die Aussicht auf Ruhm oder doch eine persönliche Unzufriedenheit, ein Que(e)r-Denken oder eine Verweigerungshaltung gegenüber Konsumzwängen aller Art?
Geht die Kunst nicht gerade in einer bis heute nicht gekannten Flut von globalisierter „Projektarbeit“ unter? Und kündigt sich damit nicht das Ende der engagierten Kunst an?

Patricia Grzonka, geb. 1964 in St. Gallen/Schweiz. Studium der Kunstgeschichte, Kirchengeschichte und Ethnologie in Zürich und Rom. Freie Kunst- und Architekturkritikerin, Kunsthistorikerin und Autorin, Beiträge u.a. für Neue Zürcher Zeitung, Kunst-Bulletin, springerin, Texte zur Kunst. Lehrbeauftragte für Kunstgeschichte der Gegenwart, Mitarbeiterin des Medien Kunst Archivs Wien; lebt in Wien.