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Jürgen Schweinebraden, Freiherr v. Wichmann-Eichhorn:

Samstag, April 15, 2000

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“Joseph Beuys wird deshalb in jeder der geplanten Ausstellungen präsent sein - wenn auch nicht im Mittelpunkt stehen -, um immer wieder auf seine Leistungen (gerade bei dieser Thematik) hinzuweisen und daran zu erinnern. Er war es, der die klassische Utopie der Moderne: die Verschmelzung von Kunst und Leben in unsere, durch uns selbst gefährdete, Realität zurückholte oder doch wieder aktivierte und dadurch zum Anreger für viele jüngere Künstler wurde …?”

DAS SISYPHOS-SYNDROM / Hommage für Joseph Beuys

Richard Frankenberger:

Freitag, April 14, 2000
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“Als bildender Künstler (Bildhauer, akad. Maler), Lehrer für bildnerische Gestaltung an der Grazer Ortweinschule (viele unserer SchülerInnen kommen aus dieser Region) sowie als Bewohner eines Anwesens am Fuße des Kulm, bemühe ich mich seit Jahren um Kulturarbeit und Kunstvermittlung im oststeirischen Raum.

Eine bereits 1989 für das Haus Kulm 49 errichtete Pflanzenkläranlage wurde zum Ausgangspunkt für die Projektreihe: K.U.L.M. Projekt Wasser 1996, K.U.L.M. Projekt Erde 1997, K.U.L.M. Projekt Luft 1998 und K.U.L.M. Projekt Feuer 1999 - 2001.

Mit der Projekttrilogie KULT· UR· WEG 1993 - 95 wurde die Steigerung von Akzeptanz zeitgenössischer Kunst im ländlichen Raum angestrebt. Die Intention von K.U.L.M. : KunstUndLebenMiteinander zu verbinden, Kunst-Politik-Wissenschaft.

Der Kulturstock 3 in der Alten Schuhfabrik/Gewerbepark Pischelsdorf wurde zu einem Mittelpunkt für zeitgenössische Kunst, er ist nun sowohl Ort didaktischer Kunstvermittlung als auch Zentrum der Auseinandersetzung mit künstlerischer Arbeit im Sinne eines ERWEITERTEN KUNSTBEGRIFFES.?”

Robert Menasse:

Freitag, April 14, 2000

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“Nur eines wurde noch mehr mißbraucht, als der Heimat-Begriff: Die Heimat selbst. Der größte Schaden wurde ihr von jenen zugefügt, die den Anspruch hatten, sie zu retten. Kein denkendes Gemüt wagt heute mehr von Heimat zu reden, seit diejenigen, die die Heimat im Munde führen, die Heimat reinigten von jenen, die sie im Herzen hatten.

Vollends zur Wildnis wurde sie, als sie in ein domestiziertes Ensemble von Kulissen transformiert wurde, um sie wieder herzeigbar zu machen. Den Wunden der Geschichte wurde ein Verband aufgelegt, der unheilbare Wunden in die Natur schlug. Auch in die gesellschaftliche Natur des Menschen. Wildgewordener Provinzialismus wird augenzwinkernd als regionale Kultur bezeichnet - so kommen alle ungestraft und doch geschoren davon.?”

für KULT· UR· WEG, Berlin 1993