www.kulm.net : Tag :

Andreas Zumach, Ende der US-Hegemonie

Sonntag, September 21, 2008
, ,
keine Kommentare »

Aus dem zweiten amerikanischen Jahrhundert, für das die neokonservativen Strategen in Washington während der 90er Jahre ihre Pläne schmiedeten, wird nichts. Der Abstieg der Supermacht USA ist unaufhaltbar. Die Widersprüche, die ihre Hegemonialpolitik weltweit wie im eigenen Land geschaffen hat, sind in der jetzt zu Ende gehenden dunklen Ära Bush deutlicher geworden, als je zuvor. Doch was folgt? Ein chinesisches Jahrhundert? Eine multipolare, militärisch definierte Machtbalance zwischen China, USA, EU, Rußland und Indien)? Oder gibt es die Chance für eine die Weltregionen übergreifende Koalition williger Multilateralisten, die zur Bewältigung der globalen Herausforderungen (Hunger, Armut, Umweltzerstörung, Aids etc.) auf das kollektive System einer reformierten UNO setzt?

Andreas Zumach, geb. 1954 in Köln, Studium Volkswirtschaft und Journalismus an der Universität Köln, Journalist und Publizist. Arbeitet bei den Vereinten Nationen in Genf als Korrespondent für Printmedien und Rundfunk. Publikationen: Irak – Chronik eines gewollten Krieges, (2003), Die kommenden Kriege. Ressourcen, Menschen-rechte, Machtgewinn – Präventivkrieg als Dauerzustand? (2005).